QS-Laborberichte

 

Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Schötz, delegiert an die WVGS, unterliegt der Lebensmittelgesetz­gebung. Die WVGS hat unter anderem die Selbstkontrolle nach Art. 23 des Gesetzes zu gewähr­leisten. Die Verantwortung für die Qualitätssicherung und Einhaltung der lebensmittel­rechtlichen Vorschriften liegt bei der WVGS. Darin ist auch die sogenannte Informationspflicht enthalten.

Trinkwasser ist das meist gebrauchte Lebensmittel und verliert oft in der Hausinstallation an Qualität da Geräte nicht gewartet oder die Leitungsstränge zu wenig genutzt werden und dadurch stagnierendes Wasser entsteht. Die Verantwortung für die Hausinstallation inklusive der regelmässiger Wartung der Enthärtungsanlage und Filter liegt beim Hauseigentümer. Wir bitten deshalb die Hauseigentümer dafür zu sorgen, dass die Hausinstallationen regelmässig vom Fachmann kontrolliert und gewartet werden. Zu beachten ist auch, dass die Warmwassertemperatur im Boiler mindestens 60°C und bei der Entnahmestelle mindestens 50°C betragen sollte. Empfohlen wird eine automatische Legionellen-Schaltung die das Warmwasser im Boiler zumindest einmal in der Woche auf über 60°C erhitzt.

Wenn man Geräusche wie fliessendes Wasser hört und Sie nicht feststellen können woher diese kommen kontaktieren Sie bitte den Brunnenmeister der Wasserversorgung, vielleicht ist es ein Leitungsbruch.

Legende
nn = nicht nachweisbar                             nb = nicht bestimmbar                            KBE/ml = Koloniebildenen Einheiten je Milliliter

Einheiten
°fH = Französischer Härtegrad                 mg/l = Milligramm/Liter                           ml = Milliliter

 

Mit der Untersuchung vom 18. Mai 2020, spezifisch auf Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln, wurden bei der WVG Schötz im Trinkwasser zum Teil überhöhte Werte beim Chlorothalonil-Metabolit R471811 festegestellt. Seit dem 1. Januar 2020 gelten diesbezüglich neue verschärfte Vorschriften.

Die Analysen unten, erhoben durch die UFAG Laboratorien und beim Kantonslabor Luzern für Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln, zeigen folgende Werte:

Messgrösse

Einheit

Resultat

Toleranzwert

Mikrobiologie

 

 

 

Aerobe Keime

pro Milliliter

<1 KBE

300

Enterokokken

in 100 Milliliter

nn

nn

Escherichia coli

in 100 Milliliter

nn

nn

Stickstoffverbindungen

 

Nitrat

Milligramm pro Liter

16.5

40

Anionen

 

Chlorid

Milligramm pro Liter

11.3

250

Sulfat

Milligramm pro Liter

11.4

250

Wasserhärte

 

Calcium

Milligramm pro Liter

107.1

 

Magnesium

Milligramm pro Liter

15.3

 

Gesamthärte

frz. H°

33

 

Abbauprodukte von Pflanzenschutzmitteln

 

 

Chlorthalonil-Metabolit R471811

Mikrogramm pro Liter

0.055 bis 0.14

0.1

Chlorthalonil-Metabolit R417888

Mikrogramm pro Liter

<0.025

0.1


Wasserherkunft

70% Grundwasser
30% Quellwasser von Alberswil und Quelle Bachmatte, Ohmstal

Wasserhärte
Gemäss Lebensmittelgesetz wird das Wasser in der Schweiz in sechs Härtestufen eingeteilt, welche  in französischen Härtegraden ºfH angegeben werden. Die Wasserhärte von 33 französischen Härtegraden entspricht dem Bereich von „Hartes Wasser“ und ist bei der Dosierung beim Waschen zu beachten.

Härte in °fH   Bezeichnung
0 bis 7   sehr weich
grösser 7 bis 15   weich
grösser 15 bis 25   mittelhart
grösser 25 bis 32   ziemlich hart
grösser 32 bis 42   hart

grösser als 42

  sehr hart


Lebensmittelrechtliche Beurteilung

Abgesehen von den Proben an zwei Entnahmestellen bezüglich dem Chlorthalonil-Metabolit R471811 entsprechen die Ergebnisse der durchgeführten Analysen den Anforderungen der Verordnung über Trinkwasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) vom 16. Dezember 2016 (Stand 01. Mai 2018).

Bei den fehlbaren Proben liegt die Konzentration des Chlorthalonil-Metabolit R471811 über dem gesetzlichen Höchstwert von 0.1 Mikrogramm pro Liter.