Die Trinkwasserversorgung der Gemeinde Schötz, WVGS, unterliegt der Lebensmittelgesetzgebung. Nach deren Revision im Jahre 2002 treten nun einige Bestimmungen am 1. Mai 2004 in Kraft. Die WVGS hat unter anderem die Selbstkontrolle nach Art. 23 des Gesetzes zu gewährleisten. Die Verantwortung für die Qualitätssicherung und Einhaltung der lebensmittelrechtlichen Vorschriften liegt klar bei der WVGS. Darin ist auch die sogenannte Informationspflicht enthalten.
Die WVGS führt zwei bakteriologische und eine chemische Untersuchung pro Jahr durch. Die folgende Analyse, erhoben durch das LaBeCo Laboratorium, zeigt folgende Werte:
Netzprobe vom 07. 03. 2011:
MessgrösseEinheitResultatToleranzwert Mikrobiologie Aerobe Keime pro ml 5 300 Enterokokken in 100 ml nn Escherichia coli in 100 ml nn Stickstoffverbindungen Nitrat mg/l 13.7 40 Anionen Chlorid mg/l 8.0 Sulfat mg/l 10.1
Gesamthärte frz. H° 34.7 Physikalische Parameter ph-Wert 7.6 Elemente Calcium mg/l 115 Magnesium mg/l 14.9 Legende nn = nicht nachweisbar 0 mg/l = 0 Milligramm/Liter nb = nicht bestimmbar ml = Milliliter frz. H° = Französische Härtegrade
Wasserhärte:Die Wasserhärte von 32 französischen Härtegraden entspricht dem Bereich von „Hartes Wasser“ und ist deshalb bei der Dosierung beim Waschen zu beachten.
Lebensmittelrechtliche Beurteilung:Die untersuchte Probe erfüllt die Anforderungen der Schweizerischen Hygieneverordnung vom 26. Juni 1995.
NitratbeurteilungDie untersuchte Probe erfüllt die Anforderungen der Schweizerischen Fremd- und Inhaltsstoffe vom 26. Juni 1995. Nitrat darf den zulässigen Höchstwert von 40 mg/l nicht überschreiten. Das Qualitätsziel des Schweizerischen Lebensmittelbuches für Nitrat im Trinkwasser liegt unter 25 mg/l.
Bei Fragen:
Beat Meyer, Präsident der WVGS, Fadenwegring 2, 6247 Schötz, 041/980 43 20 Anton Steinmann, Brunnenmeister, Unterdorfstrasse 31, 6247 Schötz, 041 980 41 25 homepage: wvgs.ch E-Mail: info@wvgs.ch
Einwandfreies Trinkwasser ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Damit dies stets gewährleistet ist, hat die WVGS (Wasserversorgungsgenossenschaft Schötz) ein Qualitätssicherungssystem erarbeiten lassen. Da die WVGS vollumfänglich für die Qualitätssicherung von Trinkwasser laut neuester Gesetzgebung zuständig ist, ist sie bestrebt, alles daran zusetzen, um qualitativ einwandfreies Wasser abzugeben.
Mit der Inkraftsetzung des neuen Lebensmittelgesetzes am 1. Juli 1995 und der Anpassung der zugehörigen Vollzugsverordnungen wurde die Eigenverantwortlichkeit der Betreiber von Trinkwasserversorgungen wesentlich erhöht. Sie sind zur Selbstkontrolle verpflichtet; das heisst die Verantwortung für die Sicherung der Trinkwasserqualität ist in jedem Fall bei der Wasserversorgung. Das Kantonale Laboratorium führt zur Überwachung lediglich noch Inspektionen und einzelne Kontrollanalysen des Trinkwassers durch.
Nach dem Bundesgesetz über die Produktehaftpflicht liegt die Beweislast neu bei der Wasserversorgung. Sie muss somit belegen können, dass ihre Qualitätssicherung systematisch und nach einem klaren Konzept durchgeführt wird. Zu diesem Zweck muss sie über ein dokumentiertes Kontrollsystem (Qualitätssicherungssystem) verfügen. Die Qualitätssicherung des Trinkwassers muss dabei von der Fassung bis zum Konsumenten gewährleistet sein.
Organisation und Verantwortlichkeiten
Der Brunnenmeister, Herr Anton Steinmann, stellt die für das QS-System verantwortliche Stelle dar. Die Hauptaufgabe des Brunnenmeisters liegt in der regelmässigen Kontrolle der Anlagenteile und der Wasserqualität sowie in der Sicherstellung des Betriebes der ganzen Wasserversorgung.
Die Stellvertretung für den Brunnenmeister durch Herrn Heinz Hofmann ist auch geregelt. Der Tele-Alarm bringt entscheidende Vorteile für die Alarmierung in Notsituationen, in welchen rasches Handeln gefragt ist. Anlagen
Bei der Sanierung des Reservoirs Chilbrigwald wurde für das gesamte Quellwasser eine UV-Entkeimungsanlage eingebaut. Sie bietet eine grosse Sicherheit, dass nur einwandfreies Quellwasser ins Reservoir und damit ins Versorgungsnetz der WVG Schötz gelangt. Diese wird jährlich von der Lieferfirma gewartet.
Die Betriebswarte der Steuerungsanlage ist im GWPW Feld untergebracht. Die Steuerung umfasst folgende Elemente:
· Steuerung des GWPW über den Wasserstand in den Reservoirs · Reservoirausgleichssteuerung · Registrierung der Reservoirstände und des Grundwasserstandes im GWPW Feld · automatische Löschklappenauslösung · Tele-Alarm
Vorsorgliche bauliche und betriebliche Massnahmen
Die Grundwasserschutzzonen für das GWPW Feld wurden definitiv ausgeschieden. Auch für die Quellen Bachmatte in Ohmstal ist die Schutzzonenausscheidung rechtskräftig erstellt worden.
Ein Leitungskataster und ein Hydrantenplan der Wasserversorgung Schötz sind erstellt. Diese beiden Plangrundlagen auf CAD-Basis werden in Zukunft stets auf dem aktuellen Stand gehalten.
Einige erkannte Gefahren wurden durch bauliche Massnahmen eliminiert. So wurde zum Beispiel der heutige Einstieg in den Quellschacht um ca. 30 cm höher gesetzt. Der Gussdeckel wurde durch eine massive Alutüre mit Sicherheitszylinder ersetzt. Ein Luftfilter sorgt für den nötigen Luftaustausch. Auch beim Druckbrecherschacht, sowie den beiden Entlüftungsrohren wurde ein Luftfilter montiert. Beim Grundwasserpumpwerk Feld muss die Be- und Entlüftung des Filterbrunnens auch noch über einen Luftfilter geführt werden. Bei den Reservoiren Chilchbrigwald und Buttenberg sind keine baulichen Massnahmen notwendig.
Wartung und Unterhalt
Wartung und Unterhalt der verschiedenen Anlagenteile der Wasserversorgung sind äusserst entscheidend für die Sicherung einer einwandfreien Wasserqualität. Der Verantwortliche des QS-Systems (Brunnenmeister) muss aus diesem Grund über die Wartungsarbeiten Protokoll führen.Im Betriebswartenjournal werden Störungen, ausserordentliche registrierte Werte und weitere Beobachtungen eingetragen.
Auch für Reservoirreinigungen und Kontrollen gibt es Richtlinien.
Trotz einwandfreier baulicher Ausgestaltung der Anlagenteile und regelmässiger Wartungs- und Unterhaltsarbeiten können im Wasserversorgungssystem Ereignisse auftreten, welche die Trinkwasserqualität gefährden. Diese Gefahren können nur durch die Überprüfung der Wasserqualität beherrscht werden. Als Betreiberin der öffentlichen Wasserversorgung ist die WVG Schötz verpflichtet, regelmässig Wasserproben zu nehmen und diese bakteriologisch und chemisch untersuchen zu lassen.
Die Wasserhärte von 34 französischen Härtegraden entspricht dem Bereich von „Hartes Wasser“ und ist deshalb bei der Dosierung beim Waschen zu beachten.
Mit unserem QS-System ist die WVGS überzeugt, ein wirksames Instrumentarium in den Händen zu haben, das für eine optimale Trinkwasserqulität sorgt.